Arthur Mölln
geb. 15.04.1924
gest. 10.07.2017

Ein großer Esinger ist nicht mehr.

Arthur Mölln, geb. 15.4.1924 in Esingen, ist am 1o.7.2o17 verstorben. Sein Traum war, seinen Geburtsort besser und schöner zu
gestalten, das kulturelle Leben wollte er fördern, das Zusammenleben seiner Mitbürger pflegen, den dörflichen Charakter erhalten,
war sein großes Ziel, stammte er doch aus einer alten Esinger Bauernfamilie.

Er hat viel erreicht, er war es, der die große Esinger 700-Jahrfeier im Jahr 1985 maßgeblich geprägt und mitgestaltet hat. Nach
diesem großen Ereignis gründete er im Jahr 1985 die Kulturgemeinschaft, die ihm unendlich viel zu verdanken hat. Er war bis
1991 1. Vorsitzender und seitdem Ehrenvorsitzender.

Er hat immer Esíngen, aber auch Tornesch im Auge gehabt, er war einer der Ersten, bei der Dorferneuerung, bei der
Ortsgestaltungssatzung, der Erhalt der historischen Bausubstanz war ihm besonders wichtig. Er gründete mit vielen
gleichgesinnten Esinger Bürgern die Interessengemeinschaft gegen den Bau der “Südtangente“ mitten durch Esingen,
bis zuletzt setzte er sich dagegen ein.

Er gründete im Jahr 1992 die Ernst-Martin Groth-Stiftung auf Wunsch des Erblassers Ernst Martin Groth und wurde deren
1. Vorsitzender, hier sorgte er für den finanziellen Grundstock der Stiftung, dieser ist besonders durch sein Zutun bis heute
ständig gewachsen. Sein Antrieb war die Errichtung eines Heimathauses, dieses gelang ihm mit Hartnäckigkeit und Geschick,
aber besonders durch den finanziellen Einsatz der Stiftung. Er war der Motor beim Aus- und Aufbau des Heimathauses,
hat er doch selbst mit Abstand die meisten Arbeitsstunden geleistet. Hier hat er seinen großen Traum, ein Heimathaus
zu bauen, das allen Bürgern offen stehen soll, verwirklicht. Zu den vielfältigen, satzungsgemäßen Aufgaben der Stiftung
zählte auch die Herausgabe der Tornescher Chronik, sein Beitrag umfasste die Entwicklung der Bauernhöfe in der
Gemeinde, eine umfangreiche Arbeit. Traurig war er, wenn wieder ein Bauernhaus aufgegeben wurde.

Für seine unzähligen Leistungen, aber auch Hilfe und Unterstützung für Familie und auch älteren Menschen wurde er im
Jahr 2010 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

Jürgen Körner 11. Juli 2017
 
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